Buchreview – Argeneau Novels 1

Preview von Amazon.de Titel: Eine Vampirin auf Abwegen (11. März 2009 bei LYX)
Original: A Quick Bite (25. Oktober 2005 bei Avon)
Autor: Lynsay Sands Übersetzer: Regina Winter
Seitenanzahl: 400 Seiten, Taschenbuchformat
ISBN: 978-3802581830 Preis: EUR 9,95
Altersfreigabe: k.A.

Sonstiges: chronologisch der 1. Teil der Serie, aber erst als 3. Teil erschienen Zur Leseprobe

Persönliche Einschätzung:

Klappentext:
“Lissianna Argeneau ist wohl die einzige Vampirin, die kein Blut sehen kann. Ihre Mutter macht ihr deshalb zum Geburtstag ein ungewöhnliches Geschenk: einen Psychiater, der sie von ihrer Blutphobie befreien soll. Doch als Lissianna den gut aussehenden und charmanten Dr. Gregory Hewitt an ihr Bett gefesselt vorfindet, wird ihr auf den ersten Blick klar, dass er mehr ist als nur ein schneller Snack für zwischendurch. Könnte er womöglich gar der richtige Mann fürs Leben sein, auf den Lissianna schon so lange wartet? Doch um ihn in einen Vampir verwandeln zu können, muss Lissianna erst ihre Abscheu gegen Blut überwinden …”

Zur Geschichte:
Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Teil der Argeneau Serie. Die Familie Argeneau ist eine Vampirfamilie aus Toronto/Kanada des 21. Jahrhunderts. Die Autorin spielt hier ein wenig mit dem klassischen Vampirbild. Zwar mögen auch ihre Vampire – pardon Unsterbliche – die Sonne nicht so sehr, aber viele andere Dinge sind Blödsinn und gehen auf einen kleinen Streich eines inzwischen toten Unsterblichen zurück.
Statt verfluchter seelenloser Kreaturen, präsentiert Lynsay Sands eine wissenschaftliche Erklärung ihrer Blutsauger, die auf die versunkene Welt Atlantis zurückgeht.

Lob, Kritik und meine persönliche Meinung:
Unschön ist natürlich die vertauschte Reihenfolge der Herausgabe der Bücher. “Eine Vampirin auf Abwegen” ist chronologisch gesehen der Beginn der Argeneau-Serie, wurde aber erst als 3. Buch veröffentlicht. Das verwirrt zum Teil und die Spannung ist irgendwie weg, wenn man die 2 davor veröffentlichten Bücher schon gelesen hat. Ungewohnt ist auch, dass hier ein weiblicher Vampir im Mittelpunkt steht und der männliche Protagonist der Sterbliche ist. Man ist es ja inzwischen mehr andersherum gewöhnt. Die Geschichte selbst ist aber wunderbar geschrieben und Lissiana und Greg werden sehr schnell sympatisch. Gerade durch ihre Blutphobie ist die unsterbliche Lissi nicht ganz so perfekt, wie man es bei Vampiren sonst kennt.
Wer ein bisschen vom klassisch-bösen und verfluchten Vampir weg möchte, ohne dabei an Kindergeschichten wie Twilight zu stoßen, dem kann ich den Einstieg in diese Serie nur empfehlen. Die Autorin hat einen fabelhaften Humor und bringt ihn passend in ihre Bücher ein. Ist aber wohl eher etwas für die weiblichen Leser :)
Die englischen Originale sind übrigens viel günstiger und kosten teilweise sogar nur die Hälfte vom deutschen Preis.

Verneigt euch ;)

Welche bist du im Wunderland? Mach den Test bei der Film-Community moviepilot Bei Missi gesehen und gleich mal probiert und tadaaa: ich bin die Weiße Königin (siehe rechts). Ich frage mich nur, wie die durch das Beantworten von 7 (echt eigenartigen) Fragen darauf kommen…aber vielleicht geht mir ein Licht auf, wenn ich mir den Film anschaue. Das Buch lese ich ja gerade mal wieder, aber der Film hat mir bisher immer Angst gemacht. Na mal sehen…

Ich male übrigens gerade eine neue Kakao (mit den COPICs von Missi und meinen neuen Glitzerstiften), während ich mich von Amy MacDonald beschallen lasse. Ja doch, ich glaube, dass ich behaupten kann, meinen freien Freitag zu genießen…

Aber da Königin sein nicht vor der Arbeit schützt lol werde ich wohl erstmal Mittagessen machen gehen. Bis dann :)

Lynsay Sands – Argeneau Novels

Diesmal möchte ich gern Allgemein die Bücher der Argeneau-Reihe und deren Autorin vorstellen. Die Links zu sämtlichen bisher geschriebenen Reviews zur Reihe hier auf Caileala.de sind weiter unten anzufinden.

Lynsay Sands
Sands ist eine kanadische Schriftstellerin und wurde in Leamington in der Provinz Ontario geboren. Sie hat Psychologie an der Universität in Windsor, Ontario, studiert und danach ihren ersten Roman geschrieben. Inzwischen lebt sie im Norden Englands, wo sie schreibt und für neue Bücher recherchiert. Laut eigener Aussage wurde sie im Jahre 1142 geboren, weshalb sie historische Bücher und Geschichte im Allgemeinen so sehr mag.

“And that’s what books are; waking dreams or stories, tales to amuse, entertain and distract us from everyday life.” Lynsay Sands

Die Geschichte im Allgemeinen
Lange bevor die Römer über weite Teile der heutigen Welt herrschten, gab es eine Hochkultur in den Weiten des Ozeans: das Volk von Atlantis. Um Krankheiten ohne Operationen zu bekämpfen, entwickelten sie eine Art Bio-Nanotechnologie, die sie in den menschlichen Organismus pflanzen. Die Nanos sollten im Blut leben und sich davon ernähren, während sie die Schäden entfernten und sich dann selbst abschalteten. Letzteres taten sie jedoch nie, da der menschliche Körper in einer Tour beschädigt wird…
Als Atlantis versinkt, können einige der Bewohner entkommen und siedeln sich in Europa an. Da sie nun jagen müssen, um genug Blut für ihre Nanos zu haben, werden sie von diesen als perfekte Raubtiere ausgestattet. So leben die Unsterblichen in den Reihen der Menschen, siedeln ebenso in die Neue Welt über und gehen dem täglchen – oder nächtlichen – Leben nach.

Lynsay Sands Romane erzählen dabei die Geschichte der Familie Argeneau, einer Vampirfamilie aus Toronto und wie diese unter anderem ihre wahren Lebensgefährten – jemanden den sie nicht lesen oder kontrollieren können – finden.

Was zeichnet die Bücher aus? / Allgemeine Bewertung
Die Autorin bricht mit vielen klassischen Vampirklischees und erklärt den Vampirismus auf wissenschaftliche Art und nicht als Folge eines Fluches. Das ist erfrischend zu lesen und verbindet sich super mit dem Humor und der Situationskomik der Bücher.
Ein Manko der Bücher ist jedoch, dass kaum unvorhergesehene Dinge passieren und es letztendlich immer ein Happy End gibt. Die Reihe erweist sich in vielerlei Hinsicht als Appetithappen für Zwischendurch und ist eine nette, leichte Lektüre für alle, die es humorvoll und romantisch mögen und weniger gern einen Oxford-Duden lesen.
Von ihrer Art her übertrumpft Sands die Romane um Vampirkönigin Betsy von Mary Janice Davidson um Längen, kann aber nicht in Ernsthaftigkeit und Spannung mit Anne Rice und ihren Vampiren mithalten.

Bewertung
Grundidee: | Story: | Schreibstil*: | Spannung: | Romantik:
*bezieht sich auf das englische Original der Reihe. Im Deutschen gibt es einige grammatikalische Fehler.

Fazit: Wunderbare Reihe für Zwischendurch und einfach mal zum Schmökern. Sands Vampire sind erfrischend anders, aber noch immer Vampir genug, um sexy zu sein.

Einzelne Buchreviews auf Caileala.de
Teil 1 – Lissiana und Gregory | | Review lesen
Teil 2 – Etienne und Rachel | | Review lesen
Teil 3 – Lucern und Kate |
Teil 4 – Bastien und Terri |
Teil 5 – Vincent und Jacky |
Teil 6 – Lucien und Leigh |

Mehr Informationen
Lynsay Sands’ offizielle Seite [engl.]
Stammbaum der Argeneaus [engl.]
Stammbaum der Nottes [engl.]

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